Gestern abend war ich im Kinofilm 2012. Das war lustig. Der Film ist so abgedreht, dass es schon fast weh tut, aber gerade das macht glaub ich den Spaß aus. Worum gehts in dem Film?
Ein Schriftsteller (John Cusack) hat einen Roman geschrieben, mit einer Vision der Menschheit, dass diese in Wirklichkeit eben doch menschlich ist und deshalb auch ein Weltuntergangsscenario überleben kann. Dummerweise passiert genau das und am Ende haben sich dann auch tatsächlich alle lieb – auch wenn einige dazu wirklich erst überredet werden müssen.
Erdbeben, einstürzende Erdkruste, Vulkanausbrüche, Tsunamies – alles mit grandiosen Special-Effekts in Scene gesetzt – halten die Menschheit, die Hauptdarsteller und das Publium auf Trap – 158mins Film waren echt schnell vorbei. Dabei waren der Übertreibung keinerlei Grenzen gesetzt. Ich sage nur – ich habe ein “mutiertes” Neutrino auf einem Bildschirm vorbeifliegen sehen!
Der Film kann sicher nicht mit “Independence Day” mithalten. John Cusack ist halt nicht die coole Schnauze mit einer Hey-Alien!-Ich-tret-dir-in-den-Arsch!-Mentalität. Er hatte es ja auch schwer, da es keine Aliens in 2012 gab. Dafür gab es ne Menge anderen Humor. Vor allem Staatsoberhäupter wurden auf die Schippe genommen, wobei die gute Merkel in ihrem 1-Satz-Auftritt viel zu gut davon gekommen ist. Berlusconi war der Brüller schlechthin (der Mann ist ja so gläubig und volksverbunden) und dem Schauspieler in Californien glaubt eh keiner: “Wir haben das schlimmste jetzt hinter uns” – 10 Sekunden später war Arni dann tot. Noch ein Gastauftritt von Orginal-Michael-get-ready-to-rumble-Buffer und man kommt lachend aus einer Katastrophen-Komödie, nach der man hinterher noch gut schlafen kann, weil bei der fast vollständigen Zerstörung Südamerikas dort nur 2 Millionen Menschen ums Leben kommen.
Am Ende bleibt eine Frage offen: Werden die Afrikaner wohl glücklich sein?
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