Die meisten Leute, denen ich von meinem Plan – die Alpen mit dem Rad überqueren – erzähle, schütteln den Kopf, schauen mich mit ganz großen Augen an und/oder erklären mich einfach nur für verrückt. Das ist nicht weiter schlimm, da man für so eine Aktion schon ein wenig verrückt sein muss. Aber wie ist es dazu nun gekommen?
Durch einen Unfall! Nein – ich bin dabei nicht auf den Kopf gefallen. Vor gut einem Jahr habe ich angefangen, Radfahren als Sport zu betreiben. Um Aachen herum durch die Eifel oder durch Belgien und Holland gibt es viel Landschaft und die “Berge”, die hier so rumliegen, sind für Rad-Anfänger noch ganz erträglich. Mit wachsendem Spaß (und Ausdauer) und über 60 Sachen halsbrecherisch die Berge runter heizen und hinterher behaupten können, man war auf dem höchsten Berg der Niederlande…
Und wo ist es dann passiert? In der Radfahrer-Hölle Stadtverkehr. Man soll ja nicht meinen durchgezogene Linien und Abbiege-Verbote hätten heutzutage noch irgendeine Bedeutung – außer vielleicht, dass man an solchen Stellen nicht irgendwelchen Mädels hinterherschauen sollte. Aber selbst das hat der Typ in dem Auto gemacht und mich erst wahrgenommen, als ihm plötzlich der rechte Außenspiegel fehlte. Dummerweise kam mir das Auto entgegen und man muss wohl sagen, dass ich ziemliches Glück gehabt habe, auch wenn Handbruch jetzt nicht zu meinen beliebtesten Hobbies zählt.


Drei OPs später gabs meine Hand dann auch wieder “wireless” (Bilder drei Wochen nach der 2.OP), was, wie ich feststellen konnte, fürs Gitarrespielen echt besser ist. Ansonsten habe ich nur einen Teil meiner Haut vom Oberarm an der Dachkante des Autos verteilt und mir beim Abreißen des (ohnehin häßlichen) Spiegels einen Splitter ins Knie gerammt. (Klingt fies, war aber harmlos.) Angesichts eines möglichen Frontalzusammenstoß mit ca. 70km/h bin ich wirklich gut davon gekommen ohne Helm und mit (unbeschädigtem) Laptop im Rucksack.
Mein Fahrrad kommt mitlerweile mit neuem Vorbau/Lenker daher und auch die Felgen mussten neu. Laut Vermessung hat der Rahmen nichts abbekommen außer ein paar Kratzern. Jetzt warte ich noch darauf, dass ich von der Huk-Coburg für all den Spaß, den ich bei dem Unfall und in der Zeit danach hatte, angemessen entlohnt werde.
Fehlt nun noch die Erklärung, warum so ein Unfall “quasi zwangsläufig” zu einer Alpenüberquerung führt. Um dem Stadtverkehr zu entkommen?! Naja – wohl eher nach dem Motto “Jetzt erst recht!”. Drei Monate Zwangspause und man fühlt sich, wie frisch aus dem faulen Winter, wenn im Frühjahr mal wieder die Pfunde runter müssen. Und wie motiviert man sich dazu dann mal wirklich gezielt Kraft und Ausdauer (wieder) aufzubauen – man setzt sich Ziele. Im Gespräch mit Freunden kam dann eins zum anderen und auf einmal stand der Plan, Alpenpässe zu bezwingen. Glaubt mir – das kann jedem passieren!
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Hach ja , von Unfällen könnte ich auch Blogbeiträge füllen, ich hatte in meinem Leben schon soviele , ich könnte einen Unfall-Blog schreiben
, aber alles was uns nicht tötet – härtet uns ab …
Da habe wir zwei Beiden ja was gemeinsam: ich will zwar nicht mit dem Rad über die Alpen, aber wir beide kennen das Klinikum ganz gut. Und ich bin immer wieder entsetzt über das ganze GRÜN