Nach dem langen Hallenwochenende wird es mal wieder Zeit über die Fortschritte am Mannschaftsbus des Team Alpencross (ein endgültiger Name – ach ja – und ein Team wird noch gesucht) zu berichten. Martin und Anne waren trotz der niedrigen Temperaturen fleissig und habe einiges geschafft. Die Wohnbücherei ist zwar immer noch nicht annähernd bewohnbar (auch wenn die zwei durchaus schonmal in dem Ding übernachtet haben), aber es gibt Fortschritte und Geschichten…
Ich habe zuletzt von meinem Kampf mit einem Brett im Heck des Busses berichtet. Mitlerweile hat Martin die Stufe fast vollständig entfernt. Lediglich die Stahlstreben stehen noch und die bleiben, bis mit den Schweißarbeiten begonnen wird. Ursprünglich war geplant im Heck des Busses einen Raum zu schaffen, der sowohl (Achtung jetzt kommts!) Schlafzimmer als auch Garage für einen Smart sein soll.
Das Bett nach oben, Klappe auf, Smart rein, Klappe zu. Dieser ziemlich phantastische Plan wurde jetzt gekippt. Zu aufwendig, zu unsicher. Alternativ wird jetzt über eine Anhängerkupplung nachgedacht. Find ich sowieso besser – dann kann man hinten dranhängen, was man will… Der Bus hat jetzt jedenfalls im wahrsten Sinne des Wortes “den Arsch offen”.
Dann ist neulich ein kleines Malheur passiert. Ich war zufällig dabei, als Martin ein neues Ladegerät für eine der 24Volt-Battieren installiert hat. Vorher mit Überbrückungskabel getestet sah alles gut aus. Die Kabel also fest an die entsprechenden Anschlüsse geschraubt, sollte alles wunderbar funktionieren. Das einzige, was dann ziemlich wunderbar aussah, war der Qualm, der Gestank und die Blitze von durchbrennenden Kupferkabeln. Einen kurzen Moment wars hektisch – dann hatte Martin die Situation unter Kontrolle…
Wir vermuten, dass aus irgendeinem Grund die beiden Kabel in der Gehäusedurchführung am Ladegerät warm geworden sind und als hier die Isolation einmal durch war, gings dann schnell – 24Volt Kurzschlussstrom aus der Batterie reichen, um die Isolation um das 10qmm-Kupferkabel auf Armlänge zum kochen zu bringen. Überall wo der blanke Draht dann Bus oder den anderen Leiter berührt, sprühen Funken. Da bringt dann auch Steckziehen am Ladegerät nichts mehr – nur der beherzte Einsatz eines Seitenschneiders trennt die beiden Pole der Batterie voneinander und das Spektakel ist zu Ende. Hübsche Bilder gibts in Martin’s Artikel – natürlich nicht vom Feuerwerk selbst, ich war so fasziniert, dass ich doch glatt vergessen habe, im richtigen Moment auf den Auslöser zu drücken.
Als nächstes hat Martin damit begonnen, den Bus auf den Einbau neuer Fenster vorzubereiten. Dazu müssen etliche Stahlstreben vom Käfig des Busses (oben auf dem Bild sieht man durch das offene Heck ein paar davon) entfernt, bzw. versetzt werden. Lange wurde geplant und gerechnet, um die spätere Position der Fenster so genau wie möglich festzulegen, damit diese nicht mit der späteren Inneneinrichtung kollidieren. Dann her mit der Flex und raus mit den Dingern.
Der Rest war eher weitere Planung und Kleinkram. Neue Außenspiegel, neue Blinker, Planung der Fußbodenheizung (!) und Warmwasserversorgung – ein wenig Luxus darfs schon sein, soll das ganze ja nicht nur Urlaubsgefährt sondern Wohnung werden!
Ähnliche Artikel:


Obwohl ich zur Verteidigung der Fußbodenheizung sagen muss, dass die im Auto viel einfacher zu realisieren ist, als in einer Wohnung. Aber cool isses trotzdem