Blauer Himmel, blaues Fahrrad! Das passt so gut, da musste ich einfach raus und eine Radtour machen. Dass dann unterwegs Wolken aus dem nichts auftauchen, konnte ja keiner ahnen. War dann aber auch egal, da es trocken blieb. Die Schauer waren alle hübsch am Horizont verteilt, angenehm weit weg und damit beschäftigt, andere Leute nass zu machen.
Die Route hatte ich mir schon seit ein paar Wochen vorgenommen und nur auf das passende Wetter gewartet. Ziel war das kleine Städtchen Henri-Chapelle in den Ardenne bleue – keine Ahnung warum die so heißen, die Ardennen sahen gar nicht so blau aus. Und die Bevölkerung machte eigentlich auch einen ganz soliden Eindruck. Dort bin ich letztes Jahr schonmal durchgekommen bei einer Radtouristikfahrt mit Flo. Die Stadt liegt oben auf einem Berg und ist mit Natursteinhäusern im Zentrum sehr hübsch.
Aus Aachen raus gings über die Lütticher Straße. Jetzt weiß ich auch, warum wir sonst immer über die Eupener Straße nach Belgien gefahren sind. Bis zur Rampe ist man noch gar nicht richtig warm und darf dann 600m mit 10% Steigung (max. 13.5%) raufstrampeln. Nach kurzer Abfahrt durch Kelmis kommt dann schon der Anstieg nach Henri-Chapelle – deutlich länger, aber längst nicht so steil.
Die Bilder sind von Henri-Chapelle – Anfahrt, Ortskern und die Straße Richtung Maastricht. (Sorry, hab den Balken diesmal nicht raus retuschiert.) Das letzte Bild zeigt die typische Straßenqualität in Belgien. Da weiß man auf einmal, wofür man sich doch irgendwann mal für eine Federgabel entschieden hat…sollte ich dringend in dem Artikel Federgabel: Ja oder Nein? ergänzen – Radtouren durch Belgien sind ein sehr gutes Argument FÜR Federgabeln!
Der dritte ernstzunehmende Anstieg des Tages startet in Teuven. Vorbei an einem hübschen Kasteel gehts über eine schmale Straße hoch durch den Wald. Zum Glück ist der steile Anstieg nicht übermäßig lang – wieder 10% Steigung über etwa 500m.
Und damit man zuhause auch richtig platt ist am Ende dann auch noch übers Dreiländereck – von Siepenaeken aus nach Gemmenich – da hat man eigentlich schon das Gefühl, langsam oben sein zu müssen. Doch das dicke Ende kommt erst noch. Dafür kann man dann von oben bis in die Aachener Innenstadt rollen lassen.
Laut GoogleEarth 44,9 km mit 655 hm. Unterwegs war ich laut Tacho 45,8 km in 1:58:36 h (23,16 km/h).
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“Und die Bevölkerung machte eigentlich auch einen ganz soliden Eindruck”
Ahja
Ganz schöne Ecke für nen fast Saisonbeginn nach Krankheit, oder?
Würde auch gerne meine erste Tour machen leider ist mein neues Liegerad noch nicht da. Bin schon etwas neidisch. Gruß Hans