Nach einem blog-freien Wochenende mal wieder ein Artikel für die Planung der Transalp. Diesmal geht es um das obere Lechtal und die beiden Übergänge ins Klostertal – Flexenpass und Rauhes Joch. Beide Routen folgen zunächst von Warth aus dem Lechtal und trennen sich in Lech. Hier mündet der Formarinbach in den Lech – die Route über das Rauhe Joch folgt diesem Seitental, während die andere Route der Lechtal-Bundesstraße über den Flexenpass folgt.
Dies ist der dritte Teil der Routenbeschreibungen für die Alpenüberquerung. Nachdem uns der erste Teil vom Allgäu ins Lechtal gebracht hat, geht es rüber ins Inntal – entweder über den Fernpass oder über das Hahntenjoch. Beide Routen treffen sich in Imst – von dort gehts dann weiter den Inn rauf bis Landeck.
Ich habe im ersten Artikel dieser Serie zwei Pässe vom Allgäu ins Lechtal beschrieben. Wer vom Allgäu genug hat oder von Sonthofen aus eine Alpenüberquerung starten will, kann auch über den Riedbergpass nach Österreich kommen. In diesem Artikel beschreibe ich den Riedbergpass vom Illertal ins Balderschwanger Tal und zu Bregenzer Ache und den Hochtannbergpass von der Bregenzer Ache ins Lechtal.
Es gibt zwei Pässe, die vom Allgäu ins Lechtal führen: der Oberjoch-Pass und der Schroten-Pass.
Wo startet man eine Alpenüberquerung mit dem Fahrrad? Die meisten Touren beginnen wahrscheinlich am Bodensee (Rhein) oder an einem anderen Fluss, der einen schon weit in die Alpen reinbringt. Langweilt mich, langweilt mich, langweilt mich. Mein Vorschlag für den Tourstart ist das Allgäu. Die Gegend ist zur Hauptsaison zwar ein wenig überlaufen, aber wir wollen ja auch nicht aufs Nebelhorn, sondern eine Fahrradtour beginnen.
Nachdem ein Schwerpunkt dieses Blogs die Planung der Alpenüberquerung 2011 sein soll, will ich mich diesem Thema in den nächsten Wochen ein wenig mehr widmen als bisher. Um irgendwann entscheiden zu können, wo wir langfahren wollen, brauchts Informationen über die Täler und Pässe, die in den Alpen für uns in Frage kommen. Im Internet gibts dazu schon eine ganze Menge Material – Passhöhe, durchschnittliche Steigung und Höhendifferenzen sind auf vielen Seiten verfügbar.
Auf meinem Blog möchte ich eine Liste von Routenbeschreibungen erstellen und diese neben den üblichen Daten mit Höhenprofilen und kml-Dateien versehen. Soweit vorhanden werde ich nach entsprechenden Tourberichten suchen und hier verlinken. Wenn dann die Infos halbwegs vollständig sind, können wir uns unsere eigene Tour mit den kml-Dateien in Google-Earth aus den beschriebenen Streckenabschnitten zusammenpuzzeln.
Bislang gehen unsere Ideen dahin, vom Allgäu aus nach Südwesten Richtung Lago Maggiore oder Lago di como zu fahren. In der Nähe von Chur wohnt ein Freund von mir, den man unterwegs besuchen könnte. Daher werde ich mich hier zunächst im Allgäu, in Vorarlberg und in den östlichen Schweizer Alpen austoben. Die ersten kml-Dateien sind auch schon fertig und werden hier in den nächsten Tagen erscheinen. Die noch leere Karte wird sich also bald mit Inhalt füllen!
Wie plant man eine Alpenüberquerung mit dem Fahrrad?
Man muss dazu sagen, dass ich schon mehrtägige Radtouren gemacht habe – zur Insel Texel oder in die Bretagne. Das dürfte aber kaum zu vergleichen sein. Diesen Blog zu schreiben, ist eine der ersten Entscheidungen, die ich getroffen habe. Die Mitstreiter der Tour können hier alle Informationen jederzeit einsehen und hoffentlich bekomme ich viel Feedback von Leuten, die sowas schonmal gemacht haben.
Die meisten Leute, denen ich von meinem Plan – die Alpen mit dem Rad überqueren – erzähle, schütteln den Kopf, schauen mich mit ganz großen Augen an und/oder erklären mich einfach nur für verrückt. Das ist nicht weiter schlimm, da man für so eine Aktion schon ein wenig verrückt sein muss. Aber wie ist es dazu nun gekommen?



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